Schule und die Welt der Arbeit!

Schule und die Welt der Arbeit!

Jetzt Anmelden: Erasmus+ Konferenz am 25. Oktober 2017, 12:30 – 16:30 Uhr in GrazEine Veranstaltung im Rahmen der Eramus+ strategischen Partnerschaft „Outside In – Inside Out“.

Eine ERASMUS+ KA2 – Strategische Partnerschaft mit Partnern aus S’ Hertogenbosch (NL), Plymouth (UK), Jyväskylä (FI) und Steiermark (AT)|

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Das Programm der Konferenz

Ausgangsüberlegungen

In allen teilnehmenden Ländern besteht die Herausforderung, Schülerinnen und Studierende der Sekundarstufe im allgemeinbildenden Schulwesen zeitgerecht und effektiv auf weitere Bildungs- und Berufswege vorzubereiten, die nachhaltig gelingende Wege auf dem Arbeitsmarkt eröffnen können.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Bildungssysteme der beteiligten Länder in Hinblick auf Schularten, Schnittstellen und Übergänge, Lehrpläne und Unterstützungssysteme stellt sich überall dieselbe Frage: wie kann Allgemeinbildung verbunden werden mit dem Blick auf Arbeitsmarkt und berufliche Entwicklungen.

Der Eigenwert der Allgemeinbildung ist unbestritten. Alle Schüler/innen und Studierende der allgemeinbildenden Sekundarstufe stehen jedoch irgendwann vor der Situation, sich für eine konkrete berufliche Option zu entscheiden.

Diesen Fokus auch in der Allgemeinbildung zu berücksichtigen und dafür Strategien, Modelle, Konzepte und konkrete Angebote zu entwickeln, dies hat sich die strategische Partnerschaft „Outside In – Inside Out“ zum Ziel gesetzt.

Zum Projekt Outside In – Inside Out

Dem Projektkonzept liegen Erfahrungen zugrunde, die in den beteiligten Ländern, und darüber hinaus, bereits gemacht wurden. Aufgrund von Vorerhebungen wurden unterschiedliche Typen von allgemeinbildenden Schulen in Hinblick auf die Thematik des Projektes identifiziert. Es gibt Schulen, die sich sehr auf Fächer konzentrieren, Schulen, in denen die Aktivierung von Schülern/innen im Vordergrund steht und Schulen, die sehr flexibel auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren.

Auf der Grundlage dieser Aspekte werden in diesem Projekt innovative Entwicklungen und Produkte gestaltet, die den beteiligten Akteuren – Schulleitungen, Lehrer/innen, Berater/innen, Management und Ausbildern in Unternehmen, Organisationen etc. – Konzepte, Verfahren und Werkzeuge bieten, um arbeitsmarktbezogene Berufsorientierung an allgemeinbildenden Sekundarschulen zu implementieren bzw. weiterzuentwickeln.

Wesentlicher Ansatz ist es, die Welt der Arbeit und der Berufe „in die Schule hereinzuholen“ – OUTSIDE IN, sowie aus der Schule heraus „auf die Arbeitswelt zuzugehen“ – INSIDE OUT, wozu konkrete Produkte erstellt werden, die Lehrenden in allgemeinbildenden Schulen, aber auch Verantwortlichen in Unternehmen, Organisationen, Arbeitsmarkt etc. Handhaben zur Kooperation in Hinblick auch arbeitsmarktbezogene Bildungs- und Berufsorientierung bieten werden.

Vorgesehene Ergebnisse und Produkte des Projektes

  • Ein konzeptioneller Rahmen zur „arbeitsmarktorientierten Berufsorientierung und Bildungsberatung für allgemeinbildende Sekundarschulen“ (unter der Leitung Finnlands)
  • Ein Leitfaden zur zum Aufbau eines nachhaltigen Netzwerkes von Schulen mit Unternehmen und Organisationen (unter der Leitung Großbritanniens)
  • Ein Entwurf sowie Werkzeuge zur Realisierung eines „arbeitsmarktorientierten Curriculums“ zum Einsatz in allgemeinbildenden Sekundarschulen (unter der Leitung Österreichs)

Spezielle Aspekte für Österreich

Das österreichische Bildungssystem weist mit der Schnittstelle zwischen der 8., 9., 10. Schulstufe besonders herausfordernde Merkmale auf. Auch wenn für alle 7. Und 8. Schulstufen der Gegenstand „Berufsorientierung verbindlich ist, wird diese Aufgabe in den allgemeinbildenden Schularten unterschiedlich wahrgenommen.

Besonders die „Langform“ der Allgemeinbildenden Höheren Schule ist hier gefordert. Viele Schüler und Schülerinnen wechseln nach der 8. Schulstufe in Berufsbildende Schulen, vielfach ohne ausreichende Beratung und Orientierung. Dass 40 % der Schüler und Schülerinnen in der Sekundarstufe II den Abschluss nicht in regulärer Weise erreichen, durch Schulzeitverlust, Ausbildungswechsel oder Schulabbruch, ist auch Folge mangelnder Orientierung und Beratung.

Dies setzt sich fort in der Ausbildungs- Studien- und Berufswahl nach der Sekundarstufe II. Studienabbruch und -wechsel in vielen Studienrichtungen betragen 50% und mehr. Dies bedeutet sowohl individuellen Verlust an Lern- und Lebenszeit, als auch Einsatz volkswirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Ressourcen, die zukunftswirksamer investiert werden könnten.

Transnational Meeting in der Steiermark

Die Steirischen Partner im Projekt  – Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft und Neue Mittelschule, BG und BRG Klusemann – organisieren gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark in der Zeit von 22. bis 26. Oktober 2017 ein Treffen in der Steiermark, in dem Beispiele der Zusammenarbeit von allgemeinbildenden Schulen, Unternehmen und Arbeitswelt im städtischen und ländlichen Raum vorgestellt, diskutiert und in Hinblick auf die Projektziele reflektiert werden.

Die Konferenz  „Schule und die Welt der Arbeit“ am 25. Oktober 2017 in Graz dient dazu, den Zusammenhang zwischen Schule und Arbeitswelt zu reflektieren, die Bedeutung der Ausrichtung auf Entwicklungen in Berufen, am Arbeitsmarkt und in Unternehmen auch für die Allgemeinbildung darzustellen und die verschiedenen, dazu erforderlichen, Sichtweisen zu erörtern, jeweils in Hinblick auf die vorgesehenen Ergebnisse und Produkte des Projektes.

Es nehmen an diesem Event 22 Mitwirkende aus Finnland, Großbritannien und den Niederlanden teil sowie ca. 40 Multiplikatoren und Verantwortliche aus Bildung und Wirtschaft in Österreich bzw. der Steiermark.

Die Veranstaltung findet am 25. Oktober 2017 von 12:30 – 16:30 im IBOBB Space der Stadt Graz Uhr statt.

Adresse: Keesgasse 6, 8010 Graz