Geschichte der STVG – Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft

Die Geschichte der STVG – Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft

von Peter Härtel

Ausgangssituation zur Gründungszeit der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft

Heute besteht weithin Übereinstimmung: Bildung und Qualifikation sind Grundlage jeder wirtschaftlichen Wertschöpfung. Bildung ist der Schlüssel für persönliche Entwicklung, erfüllende Lebensgestaltung, auch in Arbeit und Beruf. Bildung und Qualifikation sind die entscheidenden Elemente für Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Regionen, für gesellschaftliche Wohlfahrt und für gelingendes Leben von Einzelnen in der Gemeinschaft.

Das Thema „Bildung und Wirtschaft“ ist Thema der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft seit nahezu 60 Jahren. Die Zeit, in der die ersten Überlegungen zu dieser Form der wirtschaftlichen Bildungsarbeit gereift sind, sah völlig anders aus als heute.

Das Grauen des Weltkrieges und die Not der ersten Nachkriegszeit waren kaum überwunden, da zeichnete sich bereits ein wirtschaftlicher Aufschwung ab. Allerdings war Österreich von den Alliierten Mächten besetzt, große Teile der Industrie konnten nur durch Verstaatlichung in österreichischem Einfluss gehalten werden, ideologische Gräben aus der Zwischenkriegszeit wirkten nach. Gleichzeitig wurden erste Schritte zur späteren Erfolgsgeschichte der österreichischen Sozialpartnerschaft gesetzt, der Staatsvertrag zur Unabhängigkeit Österreichs wurde ausverhandelt, wirtschaftlich waren Projekte wie das Speicherkraftwerk Kaprun oder die Entwicklung des Linz-Donawitz-Stahl Produktionsverfahrens Symbole für einen nachhaltigen Aufschwung.

Doch die Arbeitsverhältnisse in Unternehmen und Industrie waren bestimmt von Bedingungen der Zeit vor dem Krieg, durch Organisationsformen und Arbeitsprozesse der frühen Industrialisierung, die vorwiegend aus militärischen und, später, aus tayloristischen Konzeptionen abgeleitet waren, und von Personen umgesetzt wurden, die von totalitären Strukturen und Kriegserfahrungen geprägt waren und sich auf dem Weg in eine demokratische, marktwirtschaftliche Ordnung befanden.

Weitblickende Unternehmer und Industrielle erkannten in den späten 40er, frühen 50er Jahren die Herausforderungen, die sich aus diesen Rahmenbedingungen ergaben. Steirische Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Industrie, weitblickende Unternehmer wie Gewerke Hans Pengg, Hans Mayer Rieckh, Carl-Anton Goess-Saurau, Rupert Roth, sowie Universitätsprofessoren wie Anton Tautscher, fanden sich zu „Zukunftsgesprächen“ (damals hieß das noch nicht so, aber es waren solche…,) zusammen. Aufrüttelnd waren Vorträge von Prof. Walter Heinrich in den sogenannten „Paltensteiner Gesprächen“ 1953/1954, in denen auch Beispiele aus anderen Bundesländern, aus Bayern, und, schon damals, aus den USA, erörtert wurden.

Daraufhin beschlossen Steirische Unternehmer und Unternehmensverbände, eine Bildungseinrichtung zu gründen, die, zuerst in den Betrieben selbst, die Zukunft gestalten hilft.

Zur Entwicklung der STVG

1955 : Am 20. Oktober, wenige Tage vor der Erklärung Österreichs zur Unabhängigkeit, erfolgte der „Nichtuntersagungsbescheid“ des Vereines „Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft Gründungsvorsitzender ist Univ. Prof. Dr. Walter Heinrich, Gründungs-Vorstandsmitglieder sind u.a. Gewerke Hans Pengg, Präsident Rupert Roth, Univ.Prof. Dr. Anton Tautscher

Geschäftsführer von Gründung an ist Werner Olbrich, von 1955 bis 1977.

Die erste Phase der Bildungsarbeit war geprägt von unternehmerisch-betrieblichen Seminaren, vor allem für Meister, Werkmeister und Ausbildner. Grundhaltung war, das Führung auch auf sogenannter „mittlerer“ und „unterer“ betrieblicher Ebene nicht nur fachlich bedingt ist, sondern betriebliches, unternehmerisches, wirtschaftliches, soziales, arbeitsrechtliches und gesellschaftliches Wissen und Verständnis voraussetzt. Dieser Zugang war damals neu und hat, weithin in der steirischen Wirtschaft und Industrie, neue Ansätze der betrieblichen Zusammenarbeit bewirkt. Grundlage für diesen Bildungsansatz war – und ist – wesentlich das ganzheitliche Grundverständnis von Gesellschaft, Gemeinschaft, Wirtschaft und unternehmerischer Persönlichkeit, das damals und heute die philosophische, programmatische, praktische Basis der Arbeit der STVG ist.

1958: Die Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft wirkt – gemeinsam mit der oberösterreichischen Schwestergesellschaft – wesentlich an der Gründung der Österreichischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft“ (heute „VGÖ“) mit, die in weiterer Folge den Aufbau der Volkswirtschaftlichen Gesellschaften in allen Bundesländern unterstützt und koordiniert.

1962: Das „Schulorganisationsgesetz 1962“ brachte, neben Vielem Anderem, auch erstmals das „Fach Wirtschaftskunde“ – kombiniert mit Geographie – in die Österreichischen Sekundarschulen. Weder Schulen noch Lehrer/innen waren darauf vorbereitet. Die Volkswirtschaftlichen Gesellschaften in Österreich unterstützen die Lehrer/innenbildung, erstellen Lehrmaterialien und bauen Kontakte zwischen Schule und Wirtschaft in allen Regionen auf.

1964: Dipl. Ing. Dr. Gerhard Nitsche übernimmt den Vorsitz des Vorstandes der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft. Dr. Nitsche ist eng verbunden dem wissenschaftlichen-philosophischen Kreis von Prof. Walter Heinrich, ist verantwortlich eingebunden in das Verbandswesen in Wirtschaftskammer, Fachverbänden, Bildungspolitik der Industrie, im Normungswesen, und bringt    diese Vernetzung in vielfältiger Weise in die Bildungsarbeit der STVG ein. Dr. Nitsche ist in der föderalen Struktur der Volkswirtschaftlichen Gesellschaften auch als Vizepräsident der Österreichischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft aktiv. Dr. Nitsche wird diese Funktionen bis zum Jahre 1994 ausüben

1973: Das Bundesgesetz zur Erwachsenenbildungs-Förderung wird beschlossen – dies wird in weiterer Folge auch die Grundlage der Anerkennung der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft als Erwachsenbildungs-Organisation bilden.

1978: Die Geschäftsführung der STVG wird von Mag. Peter Härtel übernommen.

Die Arbeitsbereiche der STVG werden, auf Basis der Vereinsaufgaben, auf die Arbeitsfelder Berufsausbildung – Lehre, Wirtschaft und Schule, Lehrer/innenbildung, Ausbildung der Ausbilder, Betriebsräte, Berufsorientierung… ausgeweitet

Darüber hinaus war – und ist – es Aufgabe der STVG, unterschiedliche Lebenswelten zum Thema „Bildung und Wirtschaft“ zusammenzuführen, etwa „Wirtschaft und Verwaltung“, „Wirtschaft und Kirche“, Wirtschaft und    Recht“ etc…

Wesentliche Aktivitäten werden in Berufsorientierung, Realbegegnungen, an den Schnittstellen Pflichtschulzeit – weiterführende Ausbildung gesetzt, unter besonderer Berücksichtigung des „Polytechnischen Lehrganges“

Lehrlingstage, Schüler/innen-Seminare – unter Einsatz innovativer interaktiver Planspielmethoden – Lehrerseminare, vor Allem aber aktive Bildungsbegegnungen zwischen Bildung, Wirtschaft, Unternehmen, Eltern, Öffentlichkeit bilden in weiterer Folge – bis heute – das Rückgrat der wirtschaftsorientierten Bildungsarbeit der STVG

Darüber hinaus entwickelten sich besondere Aktivitäten, die im Folgenden, beispielhaft, angeführt werden.

1985: Mitwirkung am österreichweiten Programm „Gesellschaftspolitische Grundlagen zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in Bildung und Gesellschaft – daraus entstand in weiterer Folge das „Informatik-Service“ der STVG, das vielfältige, innovative Aktivitäten setzte.

1987: Die Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft startet das erste österreichische Programm „Betriebspraxis für Lehrer/innen“, das zu insgesamt mehr als 1000 „placements“ führt und Grundlage der – zuerst unverbindlichen – dann verbindlichen Übung „Berufsorientierung“ und einem dazu gehörigen Curriculum zur Lehrer/innenbildung beiträgt.

1989: Die Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft ist als eine der ersten Institutionen aktiv in Information, Aufklärung, Begleitung der Vorbereitung zum Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft / Europäischen Union tätig, erstellt die ersten Unterrichtsmaterialien für Schulen und Erwachsenenbildung.

1990: Die Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft koordiniert das erste Qualitätsmanagement-Projekt im Bildungssektor nach EFQM – gemeinsam mit dem Landesschulrat und dem Präsidenten Dr. Bernd Schilcher. Das Programm TQMS – Total Quality Management in der Schule“ wird zur Marke. Daraus entstehen Projekte und Materialien für bundesweite Qualitätsoffensiven, zuerst im Berufsbildenden Schulwesen und dann im Bildungswesen insgesamt. Die Industrie wird in weiterer Folge diese Initiativen aufgreifen und Qualitätsoffensiven in der Schule initiieren. Aktuelle Programme wie QIBB, SQA etc. fußen wesentlich auf diesen Vorarbeiten in der Steiermark.

1991: Die Steirische Volkswirtschaftliche ist initiativ in der umstrittenen Frage zur Schaffung von berufsbildenden tertiären Einrichtungen – Fachhochschulen. Eine Broschüre der STVG, herausgegeben gemeinsam mit dem Wirtschaftsförderungsinstitut Steiermark, in enger Abstimmung mit Bernd       Schilcher als Präsident des Landesschulrat für Steiermark und mit der Industrie, skizziert innovative Grundzüge einer künftigen Gestaltung Hochschulen zur Berufsbildung, die sich durchwegs im innovativen Fachhochschulgesetz 1993 wiederfinden. Eine steirische Arbeitsgruppe wird von der STVG geschäftsführend begleitet – damit werden auch die Grundlagen für den Aufbau der Fachhochschule Joanneum und den Campus 02 der Wirtschaftskammer Steiermark gelegt.

1994: Dr. Helmut Heidinger – Präsident der Steiermärkischen Sparkasse, Landesrat für Wirtschaft und langjähriges Vorstandsmitglied der STVG, übernimmt den Vorsitz des Vorstandes der STVG.

1995: Die Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft lanciert eines der ersten österreichischen Leonardo da Vinci Projekte – „EUROBAC“ – , an dem sich das Bildungsministerium, die Wirtschaftskammer Österreich, die Österreichische Arbeiterkammer gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, aus Großbritannien und anderen Europäischen Ländern beteiligen und das die          Voraussetzungen zur Einführung der Berufsreifeprüfung mit Bundesgesetz 1997 in Österreich schafft.

1995: Dr. Gottfried Maresch, Vorstand Leder&Schuh AG, übernimmt den Vorsitz des Vorstandes der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft.

1996: Nachhaltige Mitwirkung der STVG am Projekt „Poly2000“ zur Neustrukturierung und Reform des Polytechnischen Lehrganges – wesentliche Beiträge zur wirtschafts- und berufsorientierten Gestaltung der Polytechnischen Schule ab Schuljahr 1997/98.

1997:  Im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung erarbeitet die STVG neue Ansätze zur besseren Eingliederung Jugendlicher in Ausbildung und Arbeitsmarkt nach der Pflichtschulzeit. Mit dem Projekt BerufsFindungsBegleitung“ werden – in Verbindung mit weiteren Aktivitäten zur Berufsorientierung und zur Berufsüberleitung – innovative Aktivitäten entwickelt, die regional wirksam sind und europaweit anerkannt und vielfach dokumentiert werden.

Dieses Projekt, das in kurzer Zeit belegbare Effekte in den betreuten Steirischen Regionen erzielte, ist Grundlage für eine Reihe von weiteren Beauftragungen, insbesondere durch das Wirtschaftsressort der Steiermärkischen Landesregierungen. Nachhaltige Wirkungen daraus sind unter Anderem durch die Neukonzeption und Weiterführung der Lehrwerkstätten der ÖBB und der Telekom in der Steiermark entstanden.

1998: Die STVG startet als Partner des bundesweiten Projektes „JUNIOR –Schüler/innen gründen Unternehmen“, Steirische Jung-Unternehmen erzielen in weiterer Folge regelmäßig Spitzenplätze in Österreichischen Wettbewerben und vertreten Österreich erfolgreich bei Europäischen Challenges.

2000: Die STVG vertritt Österreich bei der Abschlusskonferenz der OECD „Transition from initial education to the world of work“ in Budapest

2001: Die STVG wird vom Bildungsministerium eingeladen, in der Steuerungsgruppe des OECD-Projektes „Career Guidance Policies“ mitzuwirken, die STVG zeichnet für den Nationalen Bericht „Information, Beratung, Orientierung für Bildung und Beruf“ verantwortlich – daraus entsteht in weiterer Folge auf Bundesebene die „Nationale Lifelong Guidance Strategie“ und die Marke „IBOBB“.

Daraus entstehen in weiterer Folge vielfältige Kooperationen und Projekte auf regionaler, nationaler und Europäischer Ebene, u.a. die Vertretung Österreichs als „NGO“ im Auftrag des Unterrichtsministeriums im „European Lifelong Guidance Network – ELGPN“ ab 2007. in dem Österreich von Beginn an eine aktive und führende Rolle einnimmt.

2001: Vorsitz der „Evaluierungs- und Planungskommission zur Schaffung von Hochschulen für Pädagogische Berufe“ gemäß Akademien-Studiengesetz 1998, Erarbeitung von Empfehlungen, die Grundlage für das „Hochschulgesetz 2005“ zur Schaffung bilden, wenn auch nicht alle Empfehlungen berücksichtigt wurden…

2003: Koordinierung eines österreichweiten Netzwerkes zur Integrativen Berufsorientierung – Integrativen Berufsausbildung im ESF-EQUAL Programm 2003-2005; mit 23 Partner-Organisationen und nachhaltigen wirksamen Ergebnissen.

2003: Auf Grundlage von Konzepten der STVG wird die Gründung des Steirischen Erwachsenenbildungs-Netzwerkes vorbereitet, mit entscheidender Unterstützung des neugeschaffenen Bildungsressorts des Landes Steiermark –die STVG ist von Gründung an im Vorstand vertreten, der Geschäftsführer Peter Härtel führt ab 2008 den Vorsitz.

2004: Die Geschäftsführung der Steirische Volkswirtschaftliche übernimmt die Geschäftsführung des Netzwerkes der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft –VGÖ – und die Vertretung der VGÖ in der KEBÖ – Konferenz der Erwachsenenbildung Österreich, auf Basis des Erwachsenenbildungs-Förderungsgesetzes 1973.

2004: Die STVG organisiert erstmals den Girl´s Day in der Steiermark im Auftrag des Bildungsressorts des Landes Steiermark – in den nächsten Jahren werden Tausende Mädchen in Hunderten Betrieben „Technische Praxisluft“ schnuppern – die Grundlage für wachsende Akzeptanz sogenannter „nichttraditioneller Frauenberufe“ wird gelegt – im Jahr 2011 ist erstmals der Beruf „Metalltechniker/in“ an 7.Stelle der häufigsten Mädchen-Lehrberufe in der Steiermark.

2006: Erstmals vertritt die STVG durch ihren Geschäftsführer die Republik Österreich  bei einer weltweiten Conference „Career Development and Public Policy“ in Sydney, Australien.

2007: Mitwirkung in der Expert/innenkommission „Zukunft der Bildung“, Mitentwicklung der „Neuen Mittelschule“ Hier werden die Grundlagen für die heutige Schulorganisation gelegt.

2009: Die STVG ist als Mitglied der offiziellen Österreichischen Delegation bei der weltweit größten UNESCO Conference zur Erwachsenenbildung, der CONFINTEA, präsent. Frau Dr.in Michaela Marterer, heute Geschäftsführerin der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, vertritt die KEBÖ – Konferenz der Erwachsenenbildung Österreich – in der „CONFINTEA VI“, der weltweiten Konferenz mit über 2000 Teilnehmer/innen aus aller Welt.

2009: Die Geschäftsführung der STVG wird vom Unterrichtsministerium und vom Wissenschaftsministerium, auf Basis eines Regierungsbeschlusses, eingeladen, die Leitung einer Expert/innengruppe „PädagogInnenbildung NEU“ zu übernehmen. Peter Härtel übernimmt den Vorsitz, die Experten/innengruppe erarbeitet Epfehlungen, mit Unterstützung von Michaela Marterer werden diese formuliert und redigiert. Auf Basis der Empfehlungen dieser Gruppe wird im Juli 2013 das Bundesrahmengesetz             „PädagogInnenbildung NEU“ beschlossen, das heute die Grundlage für die Kooperation von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen sowie für die Erarbeitung neuer Curricula – von der Elementarbildung bis zur Sekundarstufe – bildet.

2010: Die STVG wird eingeladen, sich an nationalen Aktivitäten zur „Schulsozialarbeit“ zu beteiligen. Das ist ein zentrales Element von schulischen Stützsystemen, das entscheidend zur Bildungsqualität beiträgt. Im Verhältnis zu den führenden Bildungsnationen sind Stützsysteme in Österreich schwach ausgeprägt und rechtlich, organisatorisch schwierig verankert. Unter der Leitung von Dr.in Michaela Marterer, STVG, beauftragt von Bildungsministerium, konnte ein bundesweites Vernetzungsprojekt entwickelt werden, das erstmalig eine bundesweite Abstimmung und Qualitätsentwicklung in diesem Handlungsfeld ermöglichte. Diese Aktivität bleibt wirksam bis 2014, Fortsetzung ist vorgesehen…

2011: Das Land Steiermark lädt auf Basis eines Calls die STVG dazu ein, ihre Erfahrungen zur Berufsorientierung und BerufsFindungsBegleitung speziell in Hinblick auf den Fokus „Migration“ wirksam werden zu lassen. Das Projekt „BerufsFindungsBegleitung MIG“ 2011/2012 brachte wesentliche Erkenntnisse, die in die weitere Steirische Schul- und Bildungsentwicklung eingeflossen sind.

2012: STVG entwickelt in Graz den „Begeisterungsstandard“, als Erweiterung und Ergänzung des Denkens in „Standards“ mit eindrucksvollen Ergebnissen, die einer Fortsetzung harren…

Auf Anregung der Industrie entwickelt die STVG ein Konzept zum attraktiven Recruiting von Nachwuchskräften im städtischen Bereich „Your Job“ – 10 Industriebetriebe, allesamt Weltmarktleader, beteiligen sich – in einem innovativen, kommunikativen, interaktiven städtischen Projekt Schule – Ausbildung – Industrie. Das Projekt dauert an, ist auch 2015 innovativ aktiv…

Expertise  von STVG wird auch international, weltweit angefragt, sowohl in einem Projekt mit Nachbarländern, die sich für den Transfer der „Weiterbildungsakademie“ interessieren als auch, z.B., von ETF, ILO, GIZ für einen Austausch im Nahen Osten – Ägypten, Cairo – ein Zeichen dafür, dass die Expertise der STVG weithin gefragt ist.

2013: Die STVG wird eingeladen, einen Schulbesuch vorzubereiten, der der gesetzgebenden Körperschaft – dem Parlament – Grundlage für weitere Entscheidungen bieten soll. Im Jänner 2013 findet ein Schulbesuch von Bundesministerin für Unterricht mit allen Bildungssprecher/innen der Parlamentsparteien in der PTS in Leibnitz statt, vorbereitet, moderiert, begleitet und dokumentiert von der STVG, Peter Härtel und Michaela Marterer. Die aktuell laufenden Pilotprojekte bundesweit, auf basis des aktuellen Regierungsprogrammes, basierend auf dieser Vorarbeit der STVG.

Die STVG wird eingeladen, kommunale Bildungsstrategien mit zu entwickeln. Geschäftsführerin Michaela Marterer übernimmt, gemeinsam mit Partnern/innen aus der Stadt Graz, Verantwortung für die Entwicklung der Strategie Graz „Bildung findet Stadt“, die im November 2013 im Gemeinderat beschlossen wird und sich nun – aktuell 2015 – in lebhafter Umsetzung befindet, unter aktiver Einbindung der STVG, Geschäftsführung Frau Marterer.

Mit Juli 2013 wird Frau Dr.in Michaela Marterer zur Geschäftsführerin der STVG bestellt, sie verantwortet mit Dr. Peter Härtel die weitere Entwicklung der STVG in gemeinsamer Geschäftsführung.

2014: Landesschulrat für Steiermark und Wirtschaftkammer Steiermark beschließen gemeinsam auf höchster Ebene, etwas gegen „Schulabbruch“ und „Bildungsausgrenzung“ zu tun. Die STVG wird eingeladen, die Moderation und Organisation dieses Vorhabens zu übernehmen. Ein integriertes Programm wird erstellt, unter Einbindung aller relevanten Stakeholder, mit „positivem Ansatz“, nicht „Abbrecher“ sondern „Wechsler“, die ersten Umsetzungsaktivitäten sind im Gange, auch in Verbindung mit neuen Angeboten der Wirtschaftskammer und Industrie („Talente – Center“).

Im Juni 2014 geht eine „Ära“ der STVG zu Ende. Nach 19 Jahren stellt sich Dr. Gottfried Maresch nicht mehr der Wahl zum Vorsitzenden des Vorstandes der STVG.

Nachfolger als Vorsitzender wird Mag. Dr. Markus Tomaschitz, MBA, Director Human Resources AVL, der der STVG seit Beginn seiner Berufslaufbahn verbunden ist. Zum Stellvertreter wird DI Alexander Tessmar-Pfohl gewählt, mit ihm und seiner Familie verbindet die STVG jahrzehntelange gemeinsame Entwicklung.

2015: Unter neuen Rahmenbedingungen organisiert das Team der STVG – BerufsFindungsbegleiterInnen in begeisternder Weise den Steirischen „Girls` Day Neu“ Eigenaktivität der Mädchen, Bereitschaft der Unternehmen, und Einbindung der Eltern bieten eine neue Qualität! Das gilt es fortzusetzen…

Walter Heinrich

Walter Heinrich

Goess Saurau

Goess-Saurau

Roth Rupert

Rupert Roth

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Gründungskalender STVG

Kalender Gründung STVG 2

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Meisterseminare Bericht Werner Olbrich

Bericht über Meisterseminare 1961